Gespannte Gesichter waren am 7. Februar 2026 auf eine ganz besondere Leinwand gerichtet. Im Kino der Botschaft der Wildtiere in der Hamburger HafenCity wurden zum zweiten Mal die European Wildlife Film Awards (EWFA) verliehen. Mit insgesamt 47.500 Euro Preisgeld ist diese Auszeichnung der höchstdotierte Naturfilmpreis Europas. FRANKONIA stiftete die Kategorie „Bester Kurzfilm“ und war bei der Preisverleihung vor Ort.
Tausende Drehtage, viel Schweiß und Nerven und zahlreiche verpasste Gelegenheiten für den „einen“ Augenblick. Wenn wir eine Naturdoku im Fernsehen schauen, ist uns oft nicht bewusst, wie viel Zeit und Arbeit dahintersteckt. Doch abgesehen von der Arbeit, die für viele eine Berufung ist, erleben Filmschaffende tief berührende Momente – Sepien, die selbst Licht erzeugen, majestätische Gipfel, die Wolken durchbrechen, der sichtbare Atem eines Hirsches im Nebel oder die charmante Begegnung mit einer Kröte, die plötzlich unter einem Laubblatt auftaucht.
165 Produktionen aus 40 Ländern wurden im Rahmen des europäischen Filmwettbewerbs eingereicht, sechs Filme haben schließlich überzeugt. Schirmherrin der EWFA und Zweite Bürgermeisterin Hamburgs, Katharina Fegebank sieht einen engen Zusammenhang zwischen Biodiversität, Arten- und Klimaschutz und betonte diesen in ihrer Rede als „eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit“, die „ein breites gesellschaftliches Bewusstsein“ erfordere. Ivo Bozic, Leiter der EWFA für die Deutsche Wildtier Stiftung, sprach von „Magie“, als er die Arbeit der Filmschaffenden beschrieb.




Diese Magie der Natur kennen wir Jäger und Outdoor-Liebhaber nur zu gut. Daher freuten wir uns besonders, seitens FRANKONIA auch in diesem Jahr Preisstifter der Kategorie „Bester Kurzfilm“ der European Wildlife Film Awards zu sein. Der Preis war mit 2.500 Euro dotiert und ging an den Kurzfilm, der es auf besondere Weise schaffte, ein Thema in maximal 15 Minuten zu präsentieren.
Jonas Steiner gewinnt Kurzfilmpreis mit „Risky Routes“
Jonas Steiner setzte sich mit seinem Kurzfilm „Risky Routes“ über die gefährliche Wanderschaft von Kröten durch. „Die Idee hinter ‚Risky Routes‘ war, dass wir eine Tiergeschichte direkt vor unserer Haustüre aufnehmen wollten“, sagte der 29-Jährige. „Es hört sich einfach an, Kröten zu filmen. Aber gerade in den kühlen, regnerischen Nächten, die Kröten zum Wandern mögen, ist Filmen eine Herausforderung. Nach wenigen Nächten ist der Spuk vorbei, und man muss sich für verpasste Szenen ein weiteres Jahr gedulden.“ In seiner Heimat ist Jonas als Fischerei- und Wildtierbiologe tätig, hat aber auch jagdliches Interesse, um so mehr über die Wildtiere zu lernen.
Maria Noster leitet das Team Markenkommunikation & Kooperationen bei FRANKONIA und hebt die Herausforderung des Kurzfilms hervor: „Kurzfilme sind besonders, weil sie in sehr begrenzter Zeit eine aussagekräftige Geschichte erzählen. Das erfordert eine klare Vision, Kreativität und große Präzision. Jede Szene ist wichtig, jedes Bild muss Emotionen und eine Botschaft vermitteln. Und genau das macht Kurzfilme so besonders und anspruchsvoll.“


Weitere Auszeichnungen gingen an:
- Hauptpreis in der Kategorie „Tierwelt“ (15.000 Euro): Romain Guénard und Matthieu Le Mau (Frankreich) für „Sepia – die Odyssee eines Tintenfisches“.
- Kategorie Biodiversität: Christian Baumeister (Deutschland) für „Faszination Europa – Majestätische Berge“.
- Kategorie Story: Zoltán Török (Ungarn) für „Schweden – Ruf der Wildnis“.
- Kategorie Naturschutz: Patrick Centurioni (Österreich) für „Wildnis 2.0 – Die Tierwelt auf Umwegen“.
- NDR-Publikumspreis: Alexander Sommer (Deutschland) für „Wilde Heimkehrer“.
An dieser Stelle gilt unser Dank allen Filmschaffenden, die mit ihren kraftvollen Werken nicht nur von Landschaften, Tieren und deren Lebensräumen erzählen, sondern auch Haltung zeigen und wertvolle Botschaften verbreiten.


Eine Zusammenfassung des Abends auf YouTube finden Sie hier. Bis zur nächsten Preisverleihung der EWFA im Februar 2027 können alle im Rahmen des Wettbewerbs ausgewählten Filme im Kino der Botschaft der Wildtiere in der Hamburger HafenCity angeschaut werden.
Das Titelfoto zeigt Maria Noster (FRANKONIA) bei der Übergabe der hölzernen Eulen-Trophäe an Jonas Steiner aus der Schweiz für seinen Film „Risky Routes“. (Foto: Christian Brandes)
„Risky Routes“ für’s Klassenzimmer
Hier gelangen Sie zum ausgezeichneten Kurzfilm „Risky Routes“ und zu entsprechendem Unterrichtsmaterial (mit freundlicher Freigabe von Jonas Steiner, 16.02.2026).

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 16.02.2026 redaktionell überarbeitet.


