Alle Beiträge im Januar, 2012

Frankonias Jungjägertagebuch (16) – laufender Keiler

Am Samstag stand wieder Schießen auf dem Programm. Neben der üblichen Flinten-Hasen Kombi, ging es diesmal an den laufenden Keiler. Bin ich froh das wir diesen nicht in der Prüfung schießen müssen. Während die Flinte mir gar keine Probleme bereitet und die Büchse auf 100m zwar immer passt, aber verbesserungswürdig ist, stellt der laufende Keiler eine größere Hürde dar.

Da kommt die Scheibe von links aus dem Bunker,  ca. auf die Höhe des Tellers anhalten,  mitschwingen und der Schuss bricht. Nach drei Schuss geht man die 65m nach vorne zur Wutz, um zu sehen wo die Treffer liegen. Was soll ich sagen? Wenn einer von den drei Schuss überhaupt auf der Scheibe zu finden war. Kommende Woche gibt es wieder den Keiler. Mal schauen wie lange es dauert bis ich meine fünf Treffer geschafft habe.

Hier kommt es mir wieder vor, das bei dieser Art von Schießen, der Schaft, wie beim Flintenschießen, passen muss. Für mich heißt das aber auch, das ich später so auf keine Drückjagd gehen werde.

 

Ein Damastmesser entsteht. Teil 2

Im ersten Teil zeigte ich ihnen, wie aus einzelnen Lagen Stahl ein einziges Stück wurde. Diese sogenannte Schiene wurde in einem speziellen Ofen (Härteofen) “geglüht” damit diese weich wird. Ist das Material weich, lässt es sich einfacher weiter bearbeiten. Die Schiene wurde nach dem Weichglühen flach geschliffen, um sie so schön parallel auf eine Dicke von ca. 4mm zu bekommen.

damast_schiene_blank

Aus dieser Schiene mache ich nun ein Messer mit einem sogenannten FlachErl. Es gibt da zwei Arten. Der eben genannte FlachErl, sowie der SteckErl. Bei dem Flacherl werden die Griffschalen rechts und links auf die flache Schiene angebracht. Bei dem SteckErl umschließt die Griffschale den Griff komplett. Man kann den SteckErl wie den Griff einer Feile oder den eines Stecheisens sehen.

Die blanke Schiene wird nun mit einen Lack versehen, damit man den Anriss besser erkennen kann. Mit einer Schablone wird die Kontur auf den Rohling aufgebracht. Hier muss ich leider ein wenig von der geplanten Kontur abweichen, da ich die Schiene nicht breit genug gefertigt habe.

damast-anriss

Und hier mal kurz probegeätzt.

damast_schiene_geaetzt

Weiter geht es im dritten Teil. Dort sehen sie dann, wie das Messer fertig aus sieht.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Autors da und werden von ihm verantwortet. Die Meinung von Frankonia wird dadurch nicht wiedergegeben.

Frankonias Jungjägertagebuch (15) – die Motivation geht flöten

Es geht dem Endspurt zu. Noch rund 3 Monate und dann sind die Prüfungen vor der Tür. Eigentlich müsste ich mich freuen und viel lernen. Doch im Moment fällt es mir richtig schwer, mich zwei mal die Woche in den Unterricht zu begeben. Nicht das dieser langweilig wäre, denn es macht ja Spaß wenn man erst einmal drin sitzt, doch das Aufrappeln aus der warmen Stube…

Da frage ich mich manchmal ob es nicht einfacher gewesen wären eine Jagdschule zu besuchen? Drei Wochen Urlaub, sich total abgeseilt und es am Stück durchgezogen.  Gut ein Jahr ist doch ganz schön lang. Dafür hat man aber Zeit noch viel in der Praxis zu lernen, bzw. mit zu bekommen. Denn das ist der Riesen Vorteil eines Vereins. Man bekommt Anschluss, einen Jagdprinz und viel nebenbei gezeigt. Doch alle Systeme sind gleich. Man hat nach bestandener Prüfung zwar seinen Schein, doch ein Jäger ist man noch lange nicht.

Also fange ich mal mit lernen, lernen und lernen an.